Dojokun Regeln und Etikette

  • Jedesmal beim Betreten und Verlassen des Dojo (Trainingsraum) wird diesem Respekt erwiesen und sich kurz verbeugt
  • Zum Schutz vor Verletzungen werden Finger und Fußnägel kurz gehalten
  • Jeglicher Schmuck wird abgelegt
  • Im Dojo werden keine Schuhe getragen
  • Das Tragen des weißen GIs (Karate-Anzug) symbolisiert die Gleichheit aller Anwesenden im Dojo. Es wird jedem Respekt gezollt.
  • Auf den richtigen Umgang miteinander (Geduld, Respekt, Wertschätzung, Rücksichtnahme) wird Wert gelegt.
  • Vor und Nach dem Training grüßt der Lehrer An und Ab:
Shomen ni Rei Gruß zur Frontseite des Dojo
(zur Fahne, zum Altar in klassischen Dojos)
Sensei ni Rei Gruß zum Lehrer
Senpai ni Rei Gruß zu den Dan-Trägern
Otogai ni Rei Gruß untereinander
Arigato gozaimasu Vielen Dank
Onegai shimasu Bitte

Die Nijukun des Meisters Gichin Funakoshi 20 Regeln

In Japan werden die von Gichin Funakoshi aufgestellten 20 Regeln des für Karateka angemessenen Verhaltens als Shoto Niju Kun (wörtlich die 20 Regeln von Shoto, wobei Shoto der Künstlername Funakoshis war) oder als Karate Niju Kajo (wörtlich die 20 Paragraphen des Karate) bezeichnet. Im deutschen Karate vermischt sich der Begriff häufig mit dem der Dojokun.

 

  1. Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.
  2. Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.
  3. Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.
  4. Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.
  5. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.
  6. Es geht einzig darum, den Geist zu befreien.
  7. Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.
  8. Denke nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.
  9. Karate üben heißt, es ein Leben lang zu tun. 
  10. Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.
  11. Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst.
  12. Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert.
  13. Wandle dich abhängig vom Gegner.
  14. Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab.
  15. Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.
  16. Sobald man vor die Tür tritt, findet man eine Vielzahl von Feinden vor.
  17. Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewegt man sich natürlich.
  18. Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.
  19. Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.
  20. Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.